Wein-Forum
Wissensaustausch zu Wein aus Österreich
Bitte einloggen oder registrieren.
Heute ist der  9. September 2010, 22:25
Forum-Übersicht  Suche  Hilfe  Anmelden  Registrieren  Mitglieder

Neues Thema Antworten
Wein-Forum :: Interessantes und Verlautbarungen zu :: Wein in Kunst, Kultur und Literatur :: "Vom Baum zum Wein" - Buch zu Thema "Barrique" aus der Schriftenreihe LIGNOVISIONEN, Boku Wien  ::
Ursula
Administrator
Bild
Bild

Nachrichten: 17
"Vom Baum zum Wein" - Buch zu Thema "Barrique" aus der Schriftenreihe LIGNOVISIONEN, Boku Wien (15. November 2006, 13:56) zitieren  
Das Institut für Holzforschung (BOKU Wien), gibt eine eigene Schriftenreihe, namens LIGNOVISIONEN, heraus.

Vor einigen Tagen ist ein neuer Band zum Thema "Barrique" erschienen.

Näheres unter:
www.map.boku.ac.at/4224.html

Kurze Zusammenfassung

Der Titel des Buches „Vom Baum zum Wein“ mag semantisch nicht korrekt und vielleicht ein wenig verwirrend klingen. Dennoch spiegelt er ganz gut den Bogen wieder der sich über den Inhalt dieses Textes spannt.

Gemeint ist damit der Herstellungsweg der beim Baum, der Eiche aus dem Wald die mit Hilfe forstlicher Maßnahmen zu einem wertvollen Rohstoff für die Fassherstellung erzogen wird, beginnt.

Dieser Weg führt weiter über das eingeschnittene Holz – welches unter verschiedenen Bedingungen getrocknet und gelagert wird, bevor daraus die Fassdauben gefertigt werden – und dem Toasting (dem Ausbrennen der Fässer) – welches chemische Veränderungen der Holzoberfläche zur Folge hat, einerseits vorhandene Holzinhaltsstoffe teilweise abbaut und andererseits neue entstehen lässt.

Beim fertigen Eichenholzlagerfass dem Barrique, in welchem nun der Wein ausgebaut werden kann um ihn im Wechselspiel mit dem getoasteten Holz zur Reife zu führen und eine spezifische Note zu verleihen endet nun der Weg.

Lange Zeit wurde mit dem Barrique – dem kleinen Fass aus Eichenholz - immer französisches Eichenholz assoziiert. Doch die Praxis zeigt, dass Eichenholz aus anderen Regionen, wie Amerika, Deutschland, Ungarn, Russland u.a., sich ebenfalls ausgezeichnet dafür eignet.

Warum also nicht auch Österreichisches? Dieser Frage wurde erstmals in Österreich nicht nur empirisch – was jeder Weinbauer sowieso weiß – sondern wissenschaftlich an der Universität für Bodenkultur in Wien und der Höheren Bundeslehranstalt und Bundesamt in Klosterneuburg nachgegangen und die einzelnen Stationen auf diesem langen Weg und deren Einflussfaktoren auf das Produkt – dem Barriquewein - untersucht.

Darüber hinaus wird einem von der „Neuen Welt“ (Australien, Amerika) ausgehendem und nun nach Österreich kommenden Trend der Verwendung von getoasteten Eichenholzchips anstelle der Barriques Rechnung getragen. Das Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt hat sich intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt.

Abschließend wurde ein aktuelles Verzeichnis (Stand Mai 2006) aller österreichischen Fassbinder und deren Produktpalette verfasst.




Ursula - austrian-wines.com
IP-Adresse gespeichert Status: ausgeloggt Profil ansehen Webseite 
Neues Thema Antworten

Software PBLang 4.65 © 2002-2003 by Martin Senftleben
WEIN - FORUM
Bild